Logo DENK - ANDERS
  • Status

  • Besucher
    Heute:
    16
    Gestern:
    72
    Gesamt:
    198.926
  • Benutzer & Gäste
    291 Benutzer registriert, davon online: 6 Gäste
 
Start Einloggen Einloggen Die Mitglieder Das Foren-Team Suchfunktion
6182 Beiträge & 606 Themen in 16 Foren
Keine neuen Beiträge, seit Ihrem letzten Besuch am 06.09.2010 - 03:51.
  Login speichern
Forenübersicht » Sonstiges » Offtopic » Ehe- vs. Scheidungskinder

vorheriges Thema   nächstes Thema  
8 Beiträge in diesem Thema (offen) Seiten (1): (1)
Autor
Beitrag
Samiora ist offline Samiora  
Ehe- vs. Scheidungskinder
50 Beiträge - Mitglied
Samiora`s alternatives Ego
Hi Leute,
da wir ja ein "anders-denkendes" Forum sind, traue ich mich hier mal über etwas zu sprechen, dass es in dieser Gesellschaft nicht zu geben scheint. Ich weiss nicht, ob es ein Tabu-Thema ist oder ob ich mit meinem Wunsch wirklich allein dastehe?!
Jedenfalls habe ich mir, seit ich denken kann, voller Inbrunst gewünscht meine Eltern würden sich scheiden lassen!
Und bis heute finde ich es fast schade, dass dies nie geschehen ist und diese Ehe seit nunmehr 30 Jahren besteht.
Von allen Freunden und Bekannten werde ich dafür beneidet und sehsüchtig abgeblickt. Von mir erwartet man dann ein sehliges Lächeln wobei ich einfach nur kotzen möchte, weil ich meinen Vater nie losgeworden bin und meine Mutter es nicht gebacken bekommen hat diesen Herren in Schach zu halten. Ich weiss nicht, ob mein Vater ADSler ist?! (so wie ich). Aber eines ist er auf jeden Fall: Choleriker. Ich kann mich an keinen friedlichen Tag im Hause meiner Eltern erinnern. Mit 15 (!) bin ich das erste Mal ausgezogen, weil ich nervlich am Ende war!
Bei jedem Streit hab ich so sehr gehofft, sie würden sich endlich scheiden lassen (so wie ALLE Eltern meiner Freunde!) - Aber immer und immer wieder wurde ich enttäuscht!

Das ist so eine hässliche Ironie!

Irgendwann habe ich dann begreifen müssen, dass eine Scheidung wohl nie kommen wird und all meine Hoffnungen völlig überflüssig waren! Ich hab mich von meinen Eltern so verar+++t gefühlt, weil sie eine Scheidung wohl nie wirklich wollten, mir aber immer wieder die Hoffnung darauf gegeben haben, weil dieses Wort bei den ewigen Streiterein häufig fiehl.

Liebe Scheidungskinder, die ihr leidet, bitte fühlt euch von mir nicht angegriffen, ich sprech nur von meinen Gefühlen, mit denen ich so allein dastehe, wie es nur geht!
Jedesmal, wenn im Fernsehen irgendwelche Leute total ernst darüber spechen, wie schlimm Scheidungen für Kinder sind wird mir wirklich schlecht! (tatsächlich körperliche Übelkeit). Ich muss wegschalten, weil ich das nicht ertragen kann!

So das wollte ich mal loswerden...

Solche Andersartigkeiten ziehen sich durch mein ganzes Leben und ich kenn wirklich NIEMANDEN der das verstehen kann...

Es klingt bestimmt absurd, aber die Wahrheit ist: Ich beneide jedes Scheidungskind!

Grüsse,
Samiora



Nur die Klugen werden klüger


Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zuletzt von Samiora am 11.03.2008 - 22:30.
Beitrag vom 07.03.2008 - 12:51
Diesen Beitrag melden   nach weiteren Posts von Samiora suchen Samiora`s Profil ansehen Samiora eine private Nachricht senden Samiora zu Ihren Freunden hinzufügen zum Anfang der Seite
Schreiner ist offline Schreiner  
Moderator
582 Beiträge - Halbgott
Schreiner`s alternatives Ego
Nabend Samiora,

Ich kann zwar nachvollziehen, was du schreibst und wie du da drauf kommst, aber ich denke nicht, dass jedes Scheidungskind zu beneiden ist. Stell dir nur zB vor, aus einem für deine Augen funktionierenden Familienverband herausgerissen zu werden, ohne Vorankündigung, und wirst genau dem Elternteil zugewiesen (ich weiß, die Formulierung ist etwas hart), mit dem du mehr Probleme als Freude hattest. Oder zu wirst als Folge aus der Scheidung täglich in die Ganztagesbetreuung verfrachtet, keiner deiner Eltern kümmert sich mehr wirklich um dich. Sicherlich, in deinem Falle wärst du vielleicht sogar ein Stück weit froh, wenn du keinen erzwungenen Kontakt mehr gehabt hättest. Es gibt aber auch genug Fälle, in denen es Kinder wirklich hart trifft. Und die sollte man auch nicht ganz aus den Augen verlieren.

Grüße,
Schreiner
Beitrag vom 08.03.2008 - 00:52
Diesen Beitrag melden   nach weiteren Posts von Schreiner suchen Schreiner`s Profil ansehen Schreiner eine private Nachricht senden Schreiner zu Ihren Freunden hinzufügen Schreiner auf ICQ.com zum Anfang der Seite
Samiora ist offline Samiora  
50 Beiträge - Mitglied
Samiora`s alternatives Ego
Genau das ist es ja, was mich so nervt...
Jeder ist unumstösslich der Meinung, dass Scheidungen als solche für Kinder schlimm sind, aus den von dir genannten Gründen.

Es käme aber niemand darauf, darüber zu sprechen, dass es in einigen Fällen eben auch das absolute Gegenteil davon sein kann.

Scheidungen KÖNNEN für Kinder schlimm sein - in der Gesellschaft herrscht aber die Meinung, dass Scheidungen für Kinder IMMER Schlimm sind.

Auf mich trifft das einfach nicht zu.
Mir ist klar, dass ich eine Ausnahme bin - gewiss aber nicht die einzige!

Man kommt sich einfach mal wieder so komplett ANDERS vor, mit so einem Wunsch ;)

Mir ist ja auch klar, dass bei einem friedlichn Elternhaus eine Scheidung etwas furchtbares sein kann -als Kind habe ich darüber allerdings nicht nachgedacht. Da klang dieses Wort für mich nach Erlösung.




Nur die Klugen werden klüger


Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zuletzt von Samiora am 08.03.2008 - 13:51.
Beitrag vom 08.03.2008 - 13:44
Diesen Beitrag melden   nach weiteren Posts von Samiora suchen Samiora`s Profil ansehen Samiora eine private Nachricht senden Samiora zu Ihren Freunden hinzufügen zum Anfang der Seite
Dieseljunky ist offline Dieseljunky  
141 Beiträge - Fingerwundschreiber
"Es käme aber niemand darauf, darüber zu sprechen, dass es in einigen Fällen eben auch das absolute Gegenteil davon sein kann."

In unserer Gesellschaft ist es nunmal so das die Kinder oft Spielball für die egoistischen Bedürfnisse der Eltern werden, die Kinder werden als Besitz angesehen, wie die CD Sammlung oder das Auto um das man sich streitet.

Die Kinder sollen ja auch fast ausnahmslos immer zu der Mutter, obwohl es genauso falsch Kinder bei einer psychisch kranken kaputten Frau zu lassen wie bei nem gewalttätigen Alkoholiker.

Ausnahmen bestätigen die Regel. Es gibt auch genug Leute die gar nicht erst heiraten oder Kinder machen sollten. unschuldig

Als die Leute noch zwangsverheiratet wurden und die Familie teil der Überlebensstrategie war gab es nicht ganz umsonst weniger Scheidungen, bei Leuten die sich wenn sie heiraten kaum kennen leben die sich oft immer mehr zueinander.
Leute die sich bei der Heirat schon von fast allen Seiten kennen, bei denen beginnt oft 3 Monate nach der Hochzeit schon wieder das "auseinanderleben".


Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zuletzt von Dieseljunky am 10.03.2008 - 06:07.
Beitrag vom 10.03.2008 - 06:05
Diesen Beitrag melden   nach weiteren Posts von Dieseljunky suchen Dieseljunky`s Profil ansehen Dieseljunky eine private Nachricht senden Dieseljunky zu Ihren Freunden hinzufügen zum Anfang der Seite
Adi1 ist offline Adi1  
Themenicon   
110 Beiträge - Fingerwundschreiber
Adi1`s alternatives Ego
Hallo Samiora,

nach meiner Ansicht sind beide Varianten, Gift für eine Kinderseele. Es spielt überhaupt keine Rolle wie die Lebensgemeinschaft der Eltern betitelt wird. Ob nun Ehe, wilde Ehe, Bedarfsgemeinschaft oder wie auch immer, der Vor- in deinem Fall, Nachteil der Ehe ist, das man nicht wie in einer normalen Beziehung, bei Unstimmigkeiten die Flucht ergreifen kann.

Ja gut, man kann schon, doch die Ehe zwingt einen doch schon ein wenig dazu, nicht gleich das Handtuch zu schmeißen. Was in unserer schnelllebigen Zeit, in unserer Wegwerfgesellschaft oft der Fall ist.

Ich muss gestehen, auch ich bin verheiratet. Ich wollte nach meinen Erfahrungen, nie Kinder (habe 2) und auch nie Heiraten (bin ich seit 13 Jahren, aus Liebe). Und wir sind durch viele Höhen und Tiefen gegangen, bis hin zur beinahe Scheidung. Es war verdammt nahe an dem, beruhend auf meinen Rückzug vom normalen Leben. Hätten wir uns nicht zusammengerauft und uns darauf besinnt worauf unsere Beziehung aufbaut, unserer Liebe nämlich, hatte ich alles verloren was ich Liebe.

Probleme wird es immer geben, ob Ehe oder nicht. Doch wenn kein Feuer mehr brennt sollte man gehen, aber in Frieden, nicht nur vor Respekt gegenüber dem Partner sondern auch um der Kinderseele wegen.

Bleiben Eltern der Kinder zu Liebe zusammen, belügen sie sich selbst und spielen den Kindern ein falsches Theater vor, was diese ohnehin mit bekommen, mit ihren feinen und sensiblen Antennen. Diese Situation spielte sich bei meiner Frau zuhause ab, zwar ohne Gewalt aber eine nur für die Kinder vorgespielte Harmonie und ein nebenher Leben der Eltern. Was meiner Frau immer noch sehr weh tut und sie sich wünschte das die beiden sich doch lieber Scheiden lassen sollten, um getrennt glücklich zu werden.

Dieser Part der nicht Trennung, beider Eltern ist, so finde ich, wenn er auch noch mit Gewalt oder Dessinteresse an der Familie oder auch von einer Seite aus, Cholerisch geführt wird, genau so schlimm wie das Schicksal der Scheidungskinder, die bei dem falschen Elternteil oder gar in einem Kinderheim aufwachsen müssen.

Den zweiten Part durchlebte ich. Zwei Scheidungen, eine mit 5, die andere mit 10. Dann kam mein liebevoller, schlagender nur meine (seine leiblichen Kinder) Geschwister liebender Stiefvater, wieder zurück worauf er uns ein wenig später wieder verließ. Und von der Trennung des Vaters meines kleinsten Bruders Reede ich gar nicht erst. Das schlimmste war, das ich diesen Mann (meinen Stiefvater) geliebt habe, doch das macht ein geprügelter Hund, gegenüber seinem Herrchen auch.

Auf Grund dessen, verließ ich mit 17 mein „sogenanntes Elternhaus“, schmiss meine erste Lehre und begann „MEIN“ Leben.

Wie ich finde, ist keine der beiden Seiten, schlimmer wie die andere! In beiden Fällen, fließen viele Tränen und zeigen dem Kind einen falschen Weg. Man kann nur versuchen, für sich in der eigenen Beziehung, nicht das nachzuleben, was für einem selbst die Hölle war.

Liebe Samiora, bitte überdenke noch einmal deine Aussage dass du alle Scheidungskinder beneidest. Ich für meinen Teil würde eine andere Aussage treffen:

Ich beneide meine Brüder, die mein leiblicher Vater, nach mir mit einer lieben Frau, in einer harmonischen Ehe, großgezogen hat! Erst seit 11 Jahren habe ich wieder, dank meiner Frau und der Geburt meines ersten Sohnes, Kontakt zu meinem Vater.

Und ich muss gestehen, ja es ist ein wenig Neid da, denn ihr Leben verlief komplett anders wie meines. Eben normal, mit Liebe, Geborgenheit, ja auch Streit und Fürsorge.


Und danach sehnen sich Kinder und auch Erwachsene wie wir.

Oder?

Herzlichst, Adi1.




„behandele Andere, wie du behandelt werden möchtest“
Beitrag vom 10.03.2008 - 13:59
Diesen Beitrag melden   nach weiteren Posts von Adi1 suchen Adi1`s Profil ansehen Adi1 eine E-Mail senden Adi1 eine private Nachricht senden Adi1 zu Ihren Freunden hinzufügen zum Anfang der Seite
Samiora ist offline Samiora  
50 Beiträge - Mitglied
Samiora`s alternatives Ego
Wollts mal loswerden...

Danke für eure Meinungen, werd drüber nachdenken lol
Liebe Grüsse



Nur die Klugen werden klüger


Dieser Beitrag wurde 2 mal editiert, zuletzt von Samiora am 12.03.2008 - 00:46.
Beitrag vom 11.03.2008 - 22:31
Diesen Beitrag melden   nach weiteren Posts von Samiora suchen Samiora`s Profil ansehen Samiora eine private Nachricht senden Samiora zu Ihren Freunden hinzufügen zum Anfang der Seite
K-FOR ist offline K-FOR  
23 Beiträge - Grünschnabel
Ich war heilfroh über die Scheidung.. sie war die Erlösung nach 10 Jahre Terror daumen hoch
Beitrag vom 02.01.2010 - 12:30
Diesen Beitrag melden   nach weiteren Posts von K-FOR suchen K-FOR`s Profil ansehen K-FOR eine E-Mail senden K-FOR eine private Nachricht senden K-FOR zu Ihren Freunden hinzufügen zum Anfang der Seite
Capslock ist offline Capslock  
Ganz so ist es nicht
Administrator
754 Beiträge - Forenjunkie
Capslock`s alternatives Ego
Sogar das Jugendamt rät Eltern in manchen Familiensituationen dazu, dass sich sie sich mal eine längere Auszeit voneinander nehmen sollen (bis hin zur Scheidung), wenn das Verhältnis der Eltern untereinander oder zu den Kindern für diese eine besondere Last darstellt.
Will heißen: In der Gesellschaft ist das Meinungsbild zu einer Scheidung durchaus auch dialektisch vertreten.
Ich würde sogar soweit gehen und behaupten, dass niemand die auf der Hand liegenden Vorteile aller Beteilligten einer begründeten Scheidung abstreiten würde.

Dennoch liegt diese Entscheidung nun mal voll bei deinen Eltern, wobei ja bekanntlich ein Elternteil für eine Scheidung schon ausreicht. Hast du denn schon mal mit deiner Mutter über deine Empfindungen gesprochen, mit ihr offen angesprochen, dass es dir gerade recht wäre, wenn der Vater aus dem Haus ist? Auch wenn ich zwischen den Zeilen lese, dass das Thema (bei dir pers.) inzw. wahrscheinlich nicht mehr aktuell ist, oder?

Viele Grüße
Capslock



Das Leben ist hart, doch ich bin Hunter.
Beitrag vom 20.02.2010 - 13:40
Diesen Beitrag melden   nach weiteren Posts von Capslock suchen Capslock`s Profil ansehen Capslock eine E-Mail senden Capslock eine private Nachricht senden Capslock zu Ihren Freunden hinzufügen Capslock auf ICQ.com zum Anfang der Seite
Baumstruktur - Signaturen verstecken
Seiten (1): (1) vorheriges Thema   nächstes Thema

Gehe zu:  
Es ist / sind gerade 0 registrierte(r) Benutzer und 6 Gäste online. Neuester Benutzer: Blue
Mit 649 Besuchern waren am 20.02.2010 - 16:48 die meisten Besucher gleichzeitig online.
Aktive Themen der letzten 24 Stunden | Foren-Topuser
 
© 2005 - 2010 DENK-ANDERS.de / rights reserved.
Seite in 0.06247 Sekunden generiert


Diese Website wurde mit PHPKIT WCMS erstellt
PHPKIT ist eine eingetragene Marke der mxbyte GbR © 2002-2009